#handwerkumzwoelf Folge 9

3. Dezember 2021

#handwerkumzwoelf Folge 9

In der letzten Folge von #handwerkumzwoelf im Jahr 2021 sprach Handwerk.NRW-Präsident Andreas Ehlert mit Prof. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität Hagen, über lebenslanges Lernen im Handwerk und digitale Bildungsangebote in der beruflichen Bildung.

In ihrem Impulsvortrag machte Prof. Pellert, die auch Mitglied im Digitalrat der Bundesregierung sowie Mitglied im Beirat Digitale Wirtschaft NRW ist, deutlich, dass sich der Arbeitsmarkt grundlegend verändere, weshalb sich auch die Bildung diesem Wandel stellen müsse. „Die Arbeitswelt der Zukunft wird durch und durch digital sein. Darauf muss auch der Bildungssektor eine Antwort geben“, so Pellert. 

Aufgrund der dynamischen Veränderung der Qualifikationsanforderungen sei eine lebenslange Weiterbildung erforderlich. „Eine qualifizierte Grundausbildung ist gut, wird aber nicht mehr für das gesamte Erwerbsleben reichen“, prophezeite Pellert. Gleichzeitig müsse Bildung im 21. Jahrhundert vernetzt sein, also Lernräume, -angebote, und -institutionen digital verknüpfen. Dafür brauche es vor allem eine flächendeckend standardisierte Infrastruktur in Form eines nationalen Bildungsportals als gemeinsame Plattform. Zuletzt müsse Bildung partizipativ sein und sich an die Bedürfnisse der Lernenden anpassen. „Modernes Lernen ist deshalb lebenslang, vernetzt und partizipativ“ resümierte die Rektorin der FernUni Hagen. 

In der folgenden Diskussion tauschten sich Bildungsexperten von Kammern und Fachverbänden über bestehenden Digitalisierungsprojekte, etwa im Prüfungswesen, und Voraussetzungen für das Gelingen digitaler Formate in der beruflichen Bildung aus. Die wichtigste Erkenntnis: Digitale Bildungsangebote bieten auch für das Handwerk in Aus- und Weiterbildung große Chancen, wenn die technischen und inhaltlichen Voraussetzungen stimmen.